Hogwarts

29 09 2010

Auch wenn ich hier regelmäßig in Superlativen von irgendwelchen Ausflügen schwärme, studiere ich natürlich. Diesen Eindruck möchte ich hiermit verdrängen. Ich bin ja nicht zum Urlaub hier. Hahaha.Ich habe zugegebenermaßen nicht so ausführlich berichtet, da das ja im Grunde für euch nicht so spannend ist. Ich hab hier gesamt so etwa 4 Kurse. Da ist ein Sprachkurs dabei, den ich natürlich fleißig besuche und schon ein wenig norwegisch reden kann. Rein theoretisch zumindest. Es reicht auf jeden Fall schon zum einkaufen, um nicht als Deutscher aufzufallen 🙂

Dann habe ich einen super witzigen Kurs, der sich Einführung in die Norwegische Geschichte nennt. Ich will ja auch etwas vom Land und den Leuten kennenlernen und ich bekomme den Kurs großartigerweise sogar in Weimar anerkannt. Und so lerne ich von norwegischen Königen, die geisteskrank waren oder ihre Opfer kastriert haben. Das war hier übrigens recht populär. Gut dass ich dem König letztens aus dem Weg gegangen bin…

Wir haben übrigens einen Super Campus. Der sieht teilweise aus wie bei Harry Potter aber im Grunde ist fast alles ganz neu gemacht. Da muss Weimar mal noch ein wenig nachholen. Das ist hier das Hauptgebäude in dem ich auch Vorlesungen habe:

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Auch habe ich sogar zwei Kurse die mit meinem Studium zu tun haben. Zum einen ist das Supply Chain Management, auch Lieferkettenmanagement genannt. Was das ist erklär ich euch hier nicht, aber ich weiß es. Ganz bestimmt! Das zweite Fach nennt sich Projekt Planung und Analyse. Diese beiden Fächer sind recht witzig aber bringen erheblichen Arbeitsaufwand mit sich. Pro Woche muss ich jeweils einen Beleg oder auch Hausarbeit abgeben und am Ende des Semesters steht noch ein wissenschaftliches Paper in Gruppenarbeit an was mit der Prüfung gemeinsam in die Note eingeht. Aber was macht man nicht für ein Auslandssemester. Hier ist übrigens ein kleines Rätsel für alle daheimgebliebenen Bauings:

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Weil mehrfach die Fragen aufkamen: die Unterhaltungen und auch meine Vorlesungen und Hausaufgaben laufen für mich hier grundsätzlich auf Englisch. Das war am Anfang ziemlich hart aber inzwischen läuft das fast von selbst. Dann muss man halt mit den Händen kommunizieren. Das bricht zumindest das Eis. Aber ich muss zugeben, wenn man sich selbst ertappt auf Englisch zu denken wird das echt gruselig. Vor allem wenn man beginnt beim Reden oder Schreiben mit Deutschland englische Worte zu verwenden, da einem das deutsche Wort gerade nicht auf der Zunge liegt.



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5 Antworten zu “Hogwarts”

  • Clemens sagt:

    Philipp, das ist ne so genannte Winterbrücke, die man nur betreten darf, wenn unten drunter Eis ist, damit die Mittelstütze ein festes Auflager bekommt. 😉

  • philippunterwegs sagt:

    andere vorschläge? 🙂

  • Mama sagt:

    …bin zwar kein Architekt aber ich würde sagen, da ist es selbst dem Pfeiler zu kalt und bei Kälte zieht sich gewüöhnlich alles zusammen……also raus aus dem
    Wasser!!!

  • Cornelius sagt:

    Das ist die sogenannte oder auch Norwegerbrücke.
    Genauso wie die Norweger ihre eigenen speziellen Pullis herstellen bauen sie auch eigene, sehr innovativen Brücken.
    Dieses Exemplar ist vorrangig dafür gut, dem allgemeinen Tourist und Erasmusstudenten ein Rätsel zu sein.
    Sonst ist der dicke Betongürtel aber dafür da, vorbeitreibendes Gletschereis vom restlichen Pfeiler fern zu halten, damit die Brücke weiterhin unbehelligt für alle ein Rätsel bleiben kann.
    Mein ich.

  • philippunterwegs sagt:

    also die idee find ich recht gut. allerdings wäre der pfeiler wiederrum bei niedrigwasser ungeschützt. ich hatte auch schon an einen schiffsanprall gedacht, jedoch gängen die kräfte direkt auf den pfeiler und das ganze wär wohl schwachfug.
    ich geb mich einfach mal mit deiner antwort zufrieden…

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